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Projektübersicht

Universelle Plattform für Nukleinsäure-basierte in vitro Diagnostik (UniSond)

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Projektbeschreibung

Im Rahmen dieses Projekts wird eine neue Analysetechnologie erforscht, die hochsensitive PCR mit einem kostengünstigen universell einsetzbaren DNA-Mikroarray kombiniert. Dies führt zu einer vollintegrierten universellen Plattform für Nukleinsäure-basierte in vitro Diagnostik (UniSond). Hierbei wird die Nachweisreaktion auf einem spritzgegossenen Einweg-Reaktionschip durch ein kombiniertes Prozessierungs- und Auslesegerät (Reader) vollautomatisch verarbeitet und ausgewertet. Neben der Anpassung der Analysetechnologie an den mikrofluidischen Chip muss ein entsprechender Reaktionspuffer formuliert werden. Dieser erlaubt eine schnelle Analyse mittels direkter Nukleinsäure-Amplifizierung aus dem Probenlysat. Parallel dazu wird ein Prep-Chip entwickelt, der bei höheren Anforderungen an die Reinheit der Probe oder bei aufzukonzentrierendem Probenmaterial vor die Amplifizierung und Detektion geschaltet werden kann. Im Projekt UniSond wird die Analysetechnologie zunächst an zwei Panels gezeigt: Eines umfasst ausgewählte respiratorischer Erreger, das andere Erreger von Durchfallerkrankungen. Damit kann gezeigt und klinisch validiert werden, dass das erarbeitete Konzept generell auch für die Implementierung vieler verschiedener Nukleinsäure-basierter Nachweisreaktionen geeignet ist. Dies kann dann durch die Neuformulierung der Flüssigreagenzien erreicht werden. Chip und Reader können unverändert weiter verwendet werden, wodurch man eine universelle Plattform für die Diagnostik geschaffen hat. Die Verwendbarkeit identischer Chips für die Detektion verschiedener Panels ist eine wesentliche Verbesserung bezüglich der Kostenkalkulation für die Verbrauchsmaterialien, da es gerade in der Startphase sehr wichtig ist, dass eine hohe Stückzahl gleichartiger Chips nachgefragt wird. Das Konsortium des UniSond-Projekts deckt alle relevanten Bereiche von der grundsätzlichen Erforschung der Reaktionen, der Bereitstellung eines Reader-Prototypen. Weitere Infos zur Technologie siehe Link unten.

Laufzeit

01.08.2011 bis 31.07.2014

Projektleitung

Simon Wadle (Prof. Dr. Roland Zengerle)

Ansprechpartner/in

Simon Wadle
Telefon:+49 761 203-73228

Kooperationspartner

Altona Diagnostics GmbH/Hamburg, Askion GmbH/Gera, Fraunhofergesellschaft München (F.-Institut für Physikalische Messtechnik/Freiburg), Jenoptik Polymer Systems GmbH/Triptis, Medizinisches Versorgungszentrum Dr. Stein + Kollegen/Mönchengladbach, Progen Biotechnik GmbH/Heidelberg

Finanzierung

BMBF FKZ 16SV5405

Schlagworte

Lab-on-a-Chip Biosensoren, bio sensors, analytics, diagnostics, funktionelle Oberflächen, Analytik & Diagnostik, Lab-on-a-Chip
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